Podiumbühne in der Festhalle Ilmenau

David Helbock - Piano, Inside Piano, Electronics, Percussion, Voice, Composition
Johannes Bär - Trumpet, Flügelhorn, Trombone, Bariton, Tuba, Singing Tuba, Beatbox, Helikon, Electronics, Percussion
Andi Broger - Sopransax, Altsax, Tenorsax, Clarinet, Bassclarinet, Flute, Electronics, Percussion

2010 spielte David Helbock zum zweiten Mal beim weltweit größten Jazzpiano-Wettbewerb für Solisten im Rahmen des Festivals in Montreux. Wie schon 2007 wurde er dort ausgezeichnet, diesmal gewann er zusätzlich auch den Publikumspreis.
Eines der Markenzeichen von Random/Control ist der rasante Wechsel zwischen unterschiedlichen Instrumenten, der auf der Bühne wie im Studio fast sportliche Züge annehmen kann. “Jeder der beiden spielt mindestens fünf, sechs Instrumente oder auch mehr”, freut sich Bandleader Helbock, “so sind extrem viele Klangkombinationen möglich, was unglaublich Spaß macht.” So zeigt Random/Control schon formal unkonventionelles Profil. Analog zum absichtsvoll gewählten Bandnamen geht es Helbock, Bär und Broger um die Spannung zwischen ausgeklügeltem Konzept und impulsiver Spielfreude.
Dank einer fundierten klassischen Ausbildung verfügt Helbock über eine variable Anschlagskultur, die in von manchem “reinen” Jazzmusiker unterscheidet.
Handwerkliche Aspekte spielen für den Individualisten vor allem eine Rolle, wenn sie bei der Suche nach unerwarteten Facetten in der Musik helfen. Derer gibt es auf dem Debütalbum von Random/Control reichlich. Eine Piano-Ballade, die von nachdenklicher Poesie verziert wird, erinnert in ihrer unkitschigen Romantik an imaginäre Soundtracks. Lyrische Passagen locken mit suggestiven, fast kammermusikalische Assoziationen von Trompete, Flügelhorn, Bass-Klarinette und Piano. Schnellere Stücke flirten mit zirkulierenden Motiven oder minimalistischen Anklängen. Eine vertraut erscheinende Melodie wird abstrahiert oder kurzfristig energisch dekonstruiert, rhythmische Stakkati und flatternde Modulationen mäandern durch variierende Tempi.
Der Freiheitsdrang des Jazz und seine Flirts mit europäischer Klassik haben Geschichte. David Helbocks Inspirationsquellen sind noch weiter über die Welt verteilt, reichen vom brasilianischen Zeremonienmeister Hermeto Pascoal bis zur Beschäftigung mit Buddhismus und fernöstlichen Philosophien.
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