Helmholtzhörsaal

Jahr: 2008
Land: Luxemburg
Regie: Antoine Prum
Drehbuch: Antoine Prum
Kamera: Carlo Thiel, Camille Cottagnoud
Technik: HD Video/35mm, Dolby SR, Farbe, 108 min
Bang!
Let’s go on. Like Louis Pasteur.
They ain’t fucked with the milk since then,
except maybe diluted it a little bit.
(Sunny Murray)

<link fileadmin/video/311sunnytimenow.mov _blank>Trailer zum Film</link>
Der Film verfolgt die langährige Karriere des Avantgardedrummers Sunny Murray, einem der einflussreichsten Figuren der Freejazzrevolution. Eine Reihe von Interviews mit wichtigen Zeitzeugen sowie historisches und aktuelles Filmmaterial aus Konzerten zeigen den Zusammenhang zwischen den politischen Bewegungen der 60ger Jahre, ihrer sozialen Forderungen und deren sichtbarer Reflektion in der Entwicklung der freien Musik. Dabei erzählt er wie die radikalsten Formen des musikalischen Ausdrucks von den grossen Produktions- und Distributorennetzwerken ausgeschlossen wurden, während gleichzeitig das freie Musikideal aus der Mode kam. Neben historischen Betrachtungen folgt der Film auch aktuellen Gigs und zeigt den täglichen Kampf um die Aufrechterhaltung eines musikalischen Genres, welches immer noch von einer breiten Öffentlichkeit ignoriert wird. Sunny’s Time Now beschäftigt sich auch mit der beinahe im Verborgenen wirkenden Fangemeinde, die die Götter ihres eigenen Erwachsenwerdens weiterhin anbeten, und deren ungebrochene Unterstützung die freie improvisierte Musik möglich gemacht hat. Er zeigt Sunny Murray als einen ihrer letzten noch lebenden Mohikaner.