Festhalle Ilmenau:

Miles Griffith (Vocal)
Tony Pancella (Piano)
Aldo Vigorito (Bass)
Pietro Iodice (Schlagzeug)

Geboren in Brooklyn, New York, sind die Anfänge des Vocalisten Miles Griffith die Chöre der Baptisten, der Methodisten und des Yourba. Sein percussiver Vokalstil offenbart die familiären Ursprünge in Trinidad. Er wurde Mitglied im Boys Choir of Harlem und an der prestigeträchtigen LaGuardia High School of Music and Performing Arts. Nach anfänglicher Konzentration auf klassische Stimme wandte er sich dann bald dem Jazz zu. Nach Long Island Universität und Queens College (MA in Vocal Performance) plante Miles mit Jimmy Heath und Sir Roland Hanna, die Stimme als ultimatives Instrument wieder auf den Plan zu bringen. 1994 spielte er die Hauptrolle als Jesse in Wynton Marsalis Jazz-Oratorium Blond On The Fields. Seine Konzerte beginnen mit Überfallartigen Vocalattacken. Nicht die Üblichen einleitenden Phrasen der Begleitband, Miles kommt gleich zur Sache und schreit, stöhnt, grunzt und scattet … Das Energiebündel aus Brooklyn präsentiert seine Stimme keinesfalls als Sahnehäubchen eines bekömmlichen Jazzmenüs, sondern als gleichberechtigtes Instrument. Seltsame, gutturale Laute ausstoßend, perkussiv phrasierend, um den Mund einen Schalltrichter formend und plötzlich Töne ausstoßend, die wie eine gedämpfte Trompete klingen, schmiegt er sich eng an die farbigen Spannungsbögen Pancellas, die bluesigen Schübe Vigoritos und die rhythmischen Achterbahnfahrten Iodices. In Ilmenau tritt ein ganz großer des Vocal Jazz auf. Begleitet von seinem italienischen Trio werden wir ein Ausnahmekonzert erleben, das zu verpassen ein nicht wieder gut zu machender Verlust - nicht nur für Jazzer - sein dürfte.